Zunftgottesdienst in der Kirche Bühl
- Mitarbeiter des KITQV Support
- 3. Feb. 2021
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 30. Apr.
Pfarrer Andres Boller predigt in der Kirche Bühl, links Zunftbannerträger Chasper Kamer (alle Fotos von Liliane Waldner)
Jedes Jahr im Januar führt die Zunft zu Wiedikon einen öffentlichen Festgottesdienst durch – in der Regel mit einem anschliessend offerierten Apéro («Bürgertrunk»). Diesmal
machte Corona den zünftigen Wiedikern einen Strich durch die Rechnung. Denn zur Zeit dürfen nur 50 Personen an einem Gottesdienst teilnehmen. Also hat die altehrwürdige
Institution – sie ist auch Kollektivmitglied des Quartiervereins – am 24. Januar ein Streaming organisiert. So konnten eher betagte Mitglieder, aber auch viele Freunde der Zunft
die religiöse Feier zuhause mitverfolgen. In der reformierten Kirche Bühl versammelten sich hingegen alle Akteure: der Pfarrer, die Organistin, der Zunftmeister, die Zunftmusik
und der frühere Präsident des Kirchgemeindeparlaments Urs Baumgartner. Unter den rund zwei Dutzend Besucherinnen und Besuchern vor Ort war auch Quartiervereinsmitglied
Liliane Waldner
. Sie schreibt über den Anlass:
Wetterfrosch und Zunftmeister Felix Blumer mit Wiediker Maske
Die wenigen direkt erlaubten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des traditionellen Zunftgottesdienstes in der Kirche Bühl durften einen Moment der Unbeschwertheit erleben. Vielleicht lag es an der ausgezeichneten Organistin Els Biesemans, die von der schmissig aufspielenden Brass Band Zürich unter der Leitung von Werner Kubli begleitet wurde. Oder der die Wiediker Fahne schwenkende Bannerträger Chasper Kamer vermittelte dem Publikum beim «Sechseläutenmarsch» am Schluss etwas Volksfeststimmung. Auch wenn die Brass Band nur mit kleinem Ensemble auftreten durfte, versprühte sie Freude, nach elf Monaten im Rahmen eines Gottesdienstes wieder öffentlich aufspielen zu dürfen.
Die Brass Band Zürich unter Leitung von Werner Kubli begleitet mit rassigen Klängen den Zunftgottesdienst
Die Kernaussage der Predigt von Pfarrer und Zünfter Andres Boller war: Achtet darauf, dass der Morgenstern in eurem Herzen aufgeht. Auf unseren Alltag übersetzt bedeutet es, das Gefühl zu haben und sich zu überlegen, wofür wir jetzt Zeit haben, denn die Zeiten sind nicht immer gleich. Das Richtige zur rechten Zeit tun ist eine Lebenskunst.
Urs Baumgartner begrüsste die Gemeinde als Mitglied des Kirchgemeindeparlamentes und der Wetterfrosch Felix Blumer als Zunftmeister der Zunft Wiedikon. Zwar gab es am Schluss keinen Bürgertrunk, aber die Vorfreude auf den Zunftgottesdienst 2022 wurde geweckt.






