Wie weiter mit dem Albishof?
- Mitarbeiter des KITQV Support
- 21. Mai 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 30. Apr.








Das Wasserreservoir Albishof hatte ein Fassungsvermögen von 5'000 Kubikmetern. 1915 erstellte man darüber eine Pumpanlage, die die linke Stadthälfte (Stadtkreise 2, 3, 4 und 9) versorgte. Das Reservoir Albishof wurde als eines der ersten vollständig aus Beton erstellt, während frühere Depots noch aus Backsteinen errichtet waren. Neben dem Pumpwerk erbaute man auf dem Albishofareal ein Wärterhaus, um die Anlage zu bedienen und kontrollieren.
Nach der Stilllegung des Reservoirs 1979 wurde der Albishof vom Pächter Walter Benz (1928-2022) und seiner Familie während mehr als 50 Jahren in einen «paradiesischen Naturgarten verwandelt» und bewirtschaftet. Der Quartierverein, dessen Mitglied Benz bis zu seinem Tod im Oktober 2022 war, hat vor zwei Jahren über ihn einen Text auf seiner Website publiziert: Walter Benz – ein Leben für den Albishof.
Die Architektin Sandra Risch Concilio, Präsidentin des Vereins Albishof, stellte in einer gut dokumentierten Forschungsarbeit die Geschichte und Bedeutung des Albishofs dar. Auf ihre Recherchen stützen sich obige Ausführungen im Wesentlichen ab.
2024 wurde der Verein Albishof gegründet, der sich für die Bewahrung der Freihaltezone engagiert. Mit einer von über 1'200 Personen unterzeichneten Petition gelangte er an den Stadtrat von Zürich. Diese fordert neben einem Mitspracherecht des Quartiers bei der Umnutzung und dem Erhalt der Freifläche unter anderem auch den «Schutz des baulichen Bestandes bestehend aus Pumpenhaus mit unterirdischem Reservoir und Wärterhaus». Der Stadtrat antwortete darauf mit freundlichen, doch unverbindlichen Sätzen, wie der Quartierverein in einem Artikel darlegte: Das schreibt der Stadtrat zum Albishof.
Innerhalb des Vereins werden auch andere Ideen gewälzt. So stellt Vorstandsmitglied Madeleine Eberhard die Frage in den Raum, ob im stillgelegten Reservoir nicht eine Pilzfarm entstehen könnte, wie sie im Reservoir Friesenberg ganz in der Nähe gedeiht. Dort betreibt die Firma Züripilz GmbH ein Indoor-Farming: «Unsere Seitlinge gedeihen bei kühler Temperatur, Dunkelheit und hoher Luftfeuchtigkeit hervorragend,» schreibt sie dazu.
Diese und weitere Ideen sollen an der öffentlichen Infoveranstaltung vom 17. Juni 2025 um 19.30 Uhr im Saal der FGZ an der Schweighofstrasse 296 vorgestellt und diskutiert werden. Vorgängig findet um 18.30 im gleichen Saal die Mitgliederversammlung des Vereins Albishof statt. Für beide Anlässe ist eine Anmeldung erforderlich auf www.albishof.ch



