Zum fünften Mal führte der Quartierverein seine Vernetzungsveranstaltung im Kreis 3 durch. Angemeldet haben sich diesmal 24 Personen von insgesamt 13 Vereinen und Firmen. Aus technischen Gründen fiel leider das geplante Vorprogramm – der Besuch eines Schulhauses – kurzfristig aus. Was ein kleiner Verlust an Attraktivität war, tat allerdings der Geselligkeit und dem Wohlbefinden keinen Abbruch. Treffpunkt war diesmal das Restaurant Piazza im Friesenberg, für Friesenbergler und auch andere Gourmets seit ein paar Jahren ein sicherer Wert. Italienische Küche mit familiärem Esprit, moderaten Preisen und einem sehr freundlichen Service. Der Apéro, der noch im Freien stattfand, bestand aus einem reichhaltigen Antipasti- und Vorspeisenbuffet: Rohschinken, scharfer Salami, Schinken, Käse, Grillgemüse, Oliven, Bruschetta. Alle griffen herzhaft zu. Viele kannten sich bereits, andere kamen neu mit dem Quartierverein in Kontakt. Vertreter von drei Organisationen waren das erste Mal dabei. Sie durften sich kurz vorstellen – «drei Minuten», ermahnte QV-Präsident Urs Rauber. Als erste schilderte Sandra Risch Concilio, Präsidentin des Vereins Albishof, was diese neugegründete Organisation mit dem Albishof-Areal vorhat. Das unterirdische Wasserreservoir und der kleine Paradiesgarten zwischen Uetlibergstrasse und Hegianwandweg biete Chancen für das Friesenbergquartier. Präsident Otto Truttmann stellte seine Artillerie Musik Alte Garde vor. Die über 120 Jahre alte Blasmusik habe einen Bezug zum Quartier, indem sie im Binz-Areal probe und im Dezember gerne beim Glühweinhüttli für schöne Töne sorgen wolle. Schliesslich präsentierten Fitim Kastrati und Johannes Hensel von der Axa Generalagentur Ramon Reiser bei der Schmiede Wiedikon ihre Firma. Die Axa ist seit längerem Kollektivmitglied und freute sich, an diesem Treffen erstmals teilzunehmen. Eine eher betrübliche Mitteilung machte René Antosiewicz: Wegen Nachwuchsmangels müsse die Metallharmonie Wiedikon auf Ende Jahr leider ihren Verein auflösen. Einzelne Spieler machen allerdings bei der Stadtmusik Eintracht weiter, die seit diesem Jahr Neumitglied beim Quartierverein ist – so deren Präsidentin Vreni Meier. Danach bewegten sich die zwei Dutzend Personen ins Innere des La Piazza, wo sich bei einem feinen Marsala-Schnitzel mit Beilagen und einem exzellenten Tiramisu-Dessert die verschiedenen Vereine und Organisationen mischten und zu angeregten Gesprächen fanden. Und zwar bis gegen 22 Uhr, als wir noch als einzige im Restaurant sassen. Anwesend waren neben den erwähnten vier folgende Vereine: Nachbarschaftshilfe Kreis 3, Sportverein Wiedikon, Familiengartenverein Wiedikon, Harmonika-Club Stadt Zürich, Frauensportverein St. Theresia Friesenberg, Krankenstation Friesenberg, Theaterverein Schräge Vögel, Zunft zu Wiedikon und als Gastgeber der Quartierverein Wiedikon. Abmelden mussten sich: das Stadtkloster Zürich, das Gemeinschaftszentrum Heuried, das Quartiernetz Friesenberg, der Philatelistenclub Wiedikon, das Gesundheitszentrum für das Alter Laubegg und die IG American Football, Cheerleading & Rugby Stadt Zürich. Persönliche Kontakte, so die allgemeine Erkenntnis, sind unersetzbar und werden fast nur durch solche Netzwerktreffen möglich. Sie sind wertvoll für das Zusammenleben. Manche erklärten, auch bei einem nächsten Meeting oder einem anderen Quartieranlass wieder mit dabei sein zu wollen. Ein starkes Netz schafft den Boden für ein lebenswertes Quartier, in dem sich viele persönlich kennen und auch bei anderen Gelegenheiten begegnen. So bleibt Wiedikon das Trendquartier mit Herz.