Netto Null Alt Wiedikon: Weniger Blabla, mehr Effizienz
- Mitarbeiter des KITQV Support
- 13. Juni 2025
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 30. Apr.






Im Sommer 2023 skizzierte Stadtrat Andreas Hauri erstmals das Projekt Netto Null in Alt-Wiedikon / Binz. Im November 2023 berichtete der Quartierverein darüber – kritisch, aber konstruktiv. Unser damaliger Hauptvorwurf: Warum lanciert die Stadt ein solch weitreichendes Pilotprojekt und «vergisst» dabei, einen wichtigen Akteur im Kreis 3 – den Quartierverein Wiedikon – einzubeziehen? Hier der damalige Bericht auf unserer Website (Ein Klimaprojekt für Alt-Wiedikon? 14. November 2023).
Die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) griff das Thema bereits Ende Mai in einem kritischen Artikel auf: «Wiedikon wird zum Testlabor für ‘Netto Null’». Dazu hat sie unter anderem den Präsidenten des Quartiervereins befragt. Dieser kritisierte, dass der Klimaschutz nur mit konkreten Massnahmen vorangetrieben werden könne, nicht mit «Diagrammen, Schnittstellen-Veranstaltungen und schönen Worten.» Er rechnete vor, dass mit den knapp 8 Millionen Franken für das Pilotprojekt in Alt-Wiedikon rund 250 Wohnungen von fossil betriebenen auf Erdsonden-Heizungen umgestellt werden könnten. Das wären «etwa 5 Prozent aller Wohnungen im Projektperimeter – eine sinnvolle Investition.» Lesen Sie hier den Artikel von Isabel Heusser in der NZZ vom 24. Mai 2025.
Ergänzend sei hier angemerkt: Würde die Stadt nicht die vollen Kosten eines solchen Umstiegs übernehmen, sondern Hausbesitzern lediglich einen Drittel davon «schenken», könnten es gar dreimal so viele Wohnungen sein: 750 oder 15 % aller Wohnungen im Einzugsgebiet. Wäre das nicht ein erfolgreiches, nachahmenswertes Pilotprojekt? Kritisch äussert sich im erwähnten Artikel auch der Wiediker FDP-Gemeinderat Flurin Capaul. Er nennt den Pilot ein «wolkiges Projekt», bei dem die Verwaltung «davon ausgeht, dass die Bevölkerung bespielt werden will». Doch darauf hätten im Quartier die wenigsten Lust. «Diejenigen Leute, denen das Thema wichtig ist, essen schon heute kein Fleisch mehr und fahren Velo statt Auto.»



