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Kleinwohnungen für Hundefreunde am Utoplatz

  • Mitarbeiter des KITQV Support
  • 24. Apr. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 30. Apr.

Wissen Sie, wo der Utoplatz ist? Es gibt ihn seit knapp 20 Jahren. In einer Mitteilung vom 11. Januar 2006 hatte der Stadtrat von Zürich den Eingangsbereich zur Überbauung Sihlcity, vis-à-vis der Tramhaltestelle «Utobrücke» so bezeichnet. Den entsprechenden Stadtratsbeschluss hat er gleichentags auf Antrag der Strassenbenennungskommission gefasst. Ausser ein paar Anwohnerinnen und Geschäften in Sihlcity kennen bis heute nur Wenige diesen reinen Fussgängerplatz.

Das könnte sich bald ändern. Stellt sich doch ein Neubauprojekt an der Einmündung der Eden- in die Manessestrasse unter dem Label «Utoplatz» vor (siehe weiter unten). Seit Monaten arbeiten Bauarbeiter mit schwerem Gerät auf der Manessetrasse sowie im Eckriegel Eden-Manesse-Ruhestrasse. Zwar haben die beiden Projekte nichts miteinander zu tun: In der Manessestrasse werden Leitungen im Untergrund saniert, in der Baugrube der legendären Quartierwirtschaft zur Au aber entsteht ein Wohn- und Geschäftsneubau mit 50 Kleinwohnungen. Sogar die Rückkehr der traditionellen Quartierbeiz ist geplant sowie ein grüner Innenhhof und andere «originelle Dienstleistungen». Die Verdichtung in Wiedikon lässt grüssen.

Bauherrin ist die Bellerive-Immobilien AG, die zum Immobilienfonds Swissinvest gehört. An der erwähnten Ecke Manesse-/Edenstrasse soll ein knapp 10-stöckiger Wohnturm mit grünem Giebeldach zu stehen kommen. Das Eckhaus Romeo, das anstelle der alten Wirtschaft zur Au in die Höhe wächst, soll der Gegend ein neues Gesicht geben. Das zumindest ist originell. Die Bauherrschaft hat vor fünf Jahren einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Das Siegerprojekt der Genfer Architekten Charles Pictet hat inzwischen die meisten Auflagen erfüllt und Einspracheverfahren durchlaufen. Seit 2023 liegt die rechtskräftige Baubewilligung vor – und seit letztem Herbst wird gebaut.

«Wir haben uns am Utoplatz mit den Eigentümern der Nachbargrundstücke zusammengetan, um mit einem gemeinsamen Projekt einen Mehrwert für das ganze Quartier zu schaffen,» sagt Ansprechpartner Dominik Schmid, Fondsleiter der Swissinvest. Es werde eine «Gemeinschaft unter Gleichgesinnten» angestrebt. Über Wohnungs- und Mietpreise ist noch nichts bekannt. Der Bezug der Wohnungen ist für Ende 2026 geplant.

Sozusagen als Kollateralnutzen verwandelt sich damit der bisher kaum bekannte Utoplatz zu einem neuen Begegnungsort. Die reine Fussgängerzone wird um die multifunktionale öV-Kreuzung erweitert. Hier treffen und kreuzen sich Fussgängerinnen, Velofahrer, Automobile, Tram- und Buspassagiere. Oder sie steigen um und wechseln das Verkehrsmittel. Der neu-alte Utoplatz: ein öffentlicher Treffpunkt, der aus Anwohner- und Quartiersicht wohl bald einen willkommenen Mehrwert bildet.

Mehr dazu findet sich auf der Website www.utoplatz.ch

Fotos: © Dominique Meienberg  Drohnenaufnahme: © Goran Potkonjak  Visualisierungen: © Charles Pictet Architekten

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