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Instandsetzung Saalsporthalle – am Rande der Bande

  • Mitarbeiter des KITQV Support
  • 13. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. Apr.

Wer möchte schon mit Superlativen geizen? Wer nun mal hat, der hat. Und die Saalsporthalle im Süden Wiedikons hat es definitiv in sich. Denn es handelt sich bei der Saalsporthalle um keine geringere als die grösste städtische Halle sowie nach Hallenstadion und Swiss Life Arena um die drittgrösste Veranstaltungshalle in Zürich.

Mit ihrem Fassungsvermögen von bis zu 3’700 Besuchern strömen jährlich um die 100’000 Sportbegeisterte in die Saalsporthalle. Aufgrund dieser herausragenden Bedeutung wird die Halle im Verzeichnis der kantonalen Sportanlagen als Halle mit Zentrumsfunktion und überkommunaler Bedeutung geführt.

Man könnte meinen, die Saalsporthalle sei eine begnadete Alleskönnerin. Dabei ist der Druck auf die städtischen Sportstätten gross. Viele Vereine haben mittlerweile grosse Mühe, geeignete Flächen für ihr Sportangebot zu finden. Mit dem Brunaupark und dem prosperierenden Gebiet Binz nimmt die Wohnungsdichte rund um die Saalsporthalle weiter zu. Und wo mehr Dichte entsteht, sind passende Ausgleichflächen unabdingbar.

Dafür scheint der Standort Saalsporthalle wie kein anderer geeignet. Die Mischung aus zentraler Lage und unmittelbarer Nähe zu Aussenanlagen und dem Naherholungsgebiet Allmend/Uetliberg haben Seltenheitswert. Dies gilt es nun zu nutzen.

Während einige Gebäudeteile der Saalsporthalle nach 50 Jahren das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben, haben sich gleichzeitig die sportlichen Nutzungen in den letzten Jahren verlagert. So trainiert dort, wo einst der Fussballklub FCZ beheimatet war, heute mehrheitlich der «Zürcher Verband für internationale Sportarten», früher IGACR (Interessengemeinschaft American/Australian Football, Cherleading/Cheerdance, Rugby/Touch & Lacrosse). Die neu beheimateten Sportarten wie Rugby, Australian Football und Lacrosse bringen dabei mehr Spieler und vor allem mehr Equipment mit. So sind die vorhandenen Garderoben zu klein für die derzeitigen Bedürfnisse geworden.

Dies alles nimmt das städtische Amt für Immobilen (Immo Zürich) zusammen mit dem Sportamt zum Anlass zu handeln. Eine Instandsetzung des bestehenden Gebäudes zusammen mit einer Erweiterung ist in Planung. Die Instandsetzungsmassnahmen beinhalten eine energetische Ertüchtigung der Gebäudehülle, um dem Ziel Netto-Null nachzukommen. Zudem sind Anpassungen an aktuelle feuerpolizeiliche und barrierefreie Standards vorgesehen. Für die zukünftige Primarschule im Brunaupark wird die Saalsporthalle um eine Einfachsporthalle erweitert. Der Fechtbereich wird mit 16 Pisten umfangreich ausgebaut und kommt somit dem Wunsch nach, sich zum Leistungszentrum zu etablieren. Das Garderobenangebot soll zukünftig dem Bedürfnis der Rasensportarten gerecht werden.

Die Vorbereitungen seitens Stadtverwaltung laufen derweil auf Hochtouren. Erste Informationsveranstaltungen mit Anrainern und Sportvereinen für die Bedürfnisabklärungen haben inzwischen stattgefunden. So wurde deutlich, dass den Anrainern insbesondere die Ökologie und hier allen voran die Themen Versiegelung, Baumbestand und Luftqualität ein grosses Anliegen sind.

Die beste bauliche Lösung, um die Saalsporthalle in eine florierende Zukunft zu führen, soll über einen Architekturwettbewerb ermittelt werden. Der Quartierverein Wiedikon wurde eingeladen, in dessen Jury eine Vertretung zu schicken. Der Wettbewerb ist für das Jahr 2026 angedacht, die Fertigstellung wird für 2033 erwartet. Ob der architektonische sowie ideelle Brückenschlag von 1972 in die heutige Zeit gelingen wird, bleibt abzuwarten. Der Ball liegt nun im Spielfeld.

Text: Kerstin Junker

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