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Erster Vernetzungsanlass im Kreis 3

  • Mitarbeiter des KITQV Support
  • 29. Juni 2021
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 30. Apr.

Seit 2021 haben die 25 Quartiervereine der Stadt Zürich eine neue Aufgabe: einmal im Jahr soll mit allen interessierten Quartierorganisationen ein Vernetzungsanlass durchgeführt werden. Dieser soll gemäss Stadtrat «dem Informationsaustausch, der Vernetzung und der Koordination» im Gebiet des betreffenden Quartiervereins dienen. Am letzten Freitagabend, 25. Juni fand der Anlass erstmals im Kreis 3 (Quartiere Alt-Wiedikon, Sihlfeld und Friesenberg) statt. Man traf sich am warmen Sommerabend im Garten und in den Räumen der Krankenstation Friesenberg (KSF) am Borrweg, einem Mitgliedsverein des Quartiervereins.

Angeregte Gespräche bei feinem Essen und einem guten Tropfen Wein in den Räumen der Krankenstation Friesenberg

Angeregte Gespräche bei feinem Essen und einem guten Tropfen Wein in den Räumen der Krankenstation Friesenberg

Rund 70 Organisationen – Vereine, Kirchgemeinden, Schulen, Baugenossenschaften, Pflegeeinrichtungen – aus dem Quartier waren angeschrieben worden. Der Rücklauf war befriedigend, aber (noch) nicht berauschend. Quartiervereinspräsident 

Urs Rauber

 konnte schliesslich 20 Personen aus 13 Organisationen begrüssen. Dabei waren Freizeitvereine wie die altehrwürdige Metallharmonie Wiedikon (Gründungsjahr 1877) und der neue Frauensportverein St. Theresia Friesenberg ebenso wie die zwei Theatervereine r67 und Schräge Vögel. Auch Rektor 

Martin Andermatt

 und Prorektor 

Michel Bourquin

 von der Kantonsschule Wiedikon (KWI), die in den Medien neuerdings als «Hipster-Gymi» bezeichnet wird, fanden sich ein. «Dass die Kanti Wiedikon an einem Anlass des Quartiervereins teilnimmt, ist erstmalig», sagte 

Richard Helbling

, früher selbst Lehrer an der KWI.Helbling vertrat an diesem Abend zusammen mit 

Ursula Sintzel

, der neuen Schulpräsidentin im Schulkreis Letzi, allerdings die Trägerschaft der Pflegewohngruppe Freya am Letzigraben. Diese hatte ihr Domizil früher an der Schimmelstrasse und ist seit vielen Jahren Kollektivmitglied beim Quartierverein. Jede der 13 Organisationen stellte sich und ihr Wirken kurz vor. Da blieb es natürlich nicht aus, dass 

René Antosiewicz

 von der Metallharmonie Wiedikon, die auf Mitgliedersuche ist, vor Neid erblasste, als 

Tobias Britt

, Co-Präsident der IG ACR (American Football, Cheerleading, Rugby) von seiner stark wachsenden Sportallianz berichtete. «Ihr habt wohl schon über 600 Mitglieder?», erkundigte sich Rauber. «Es sind bereits 800», entgegnete Tobi Britt verschmitzt, der von Cheerleaderin 

Raphaela Eberli

 begleitet die amerikanisch inspirierten neuen Vereine in Wiedikon vorstellte.

Von links: Nicole Stehli und Niggi Schwald (beide Theaterverein Schräge Vögel), Richard Helbling und Ursula Sintzel (beide Freya Pflegewohngruppe)

Von links: Nicole Stehli und Niggi Schwald (beide Theaterverein Schräge Vögel), Richard Helbling und Ursula Sintzel (beide Freya Pflegewohngruppe)

Im Vordergrund von links: Emil Trachsel (FGZ), Andreas Billeter (PWG), Stephan Schnidrig (Quartiernetz Friesenberg, halb verdeckt) und Georg Keller (KSF)

Im Vordergrund von links: Emil Trachsel (FGZ), Andreas Billeter (PWG), Stephan Schnidrig (Quartiernetz Friesenberg, halb verdeckt) und Georg Keller (KSF)

Emil Trachsel

 erzählte über die Familienheim-Genossenschaft Zürich (FGZ) und legte Wert darauf, dass diese keine «Immobilienfirma», sondern eine Wohnbaugenossenschaft sei. 

Stephan Schnidrig

 wiederum stellte das Quartiernetz Friesenberg vor, das kulturelle und integrative Aufgaben wahrnimmt. Über die Stiftung PWG gab 

Andreas Billeter

 Auskunft. Diese sei ständig auf der Suche nach frei werdenden Liegenschaften im Quartier, die sie kaufen und preisgünstig vermieten möchte. Vielleicht ein Geheimtipp für Wohnungssuchende? Das Alters- und Pflegeheim Schmiedhof schliesslich stellte 

Susanne Kohler

 vor, die seit Juni dort neue Betriebsleiterin ist.

Heimleiterin Nada Bobic und Heimarzt Dr. Josef Widler waren Gastgeber des Vernetzungsanlasses
Heimleiterin Nada Bobic und Heimarzt Dr. Josef Widler waren Gastgeber des Vernetzungsanlasses
Heimleiterin Nada Bobic und Heimarzt Dr. Josef Widler waren Gastgeber des Vernetzungsanlasses

Gastgeberin des Anlasses war die 1982 gegründete Krankenstation Friesenberg, ein Heim mit 28 Betten, das eine quartiernahe Pflege, auch für Demenzkranke anbietet. Heimarzt Dr. med. 

Josef Widler

 bemerkte stolz, dass sie das Corona-Jahr 2020 sehr gut überstanden hätten, ohne jegliche Ansteckung und mit fast immer voll belegten Zimmern. Als gleichzeitiges Vorstandsmitglied des Quartiervereins hatte Sepp auch den Vernetzungsanlass organisiert. Heimleiterin 

Nada Bobic

 und ihr exzellentes Küchenteam unter 

André Nrecaj

 sorgten sich um das leibliche Wohl. Ihnen gebührt grosses Lob von Seiten aller Anwesenden.

Zum Dessert gab’s luftige Himbeercrème im Glas und Beerentorte (alle Fotos Nada Bobic)

Zum Dessert gab’s luftige Himbeercrème im Glas und Beerentorte (alle Fotos Nada Bobic)

Fand der Apéro noch im Freien statt, zog man später in die Innenräume, wo ein reichhaltiges Salatbuffet und Grilladen aller Art die Gäste erwarteten. Die Stimmung war aufgeräumt, man freute sich an der Gelegenheit, mit neuen Gesichtern an einem Tisch zu sitzen und sich über Gott und die Welt und Wiedikon auszutauschen. Dankbar und fröhlich verabschiedeten sich die Ersten kurz nach halb Zehn. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen in einem Jahr ist berechtigt, sieht doch der Quartierverein bei der Teilnahmequote noch «Luft nach oben». Während für einige das Zuhause gleich um die Ecke auf dem (Friesen)Berg lag, zogen andere plaudernd und lachend die «Lehmbodenalp» hinunter in die tiefer gelegenen nächtlichen Regionen von Sihlfeld und Alt-Wiedikon.

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