Ein Quartierrätsel für Klein und Gross
- Mitarbeiter des KITQV Support
- 10. Sept. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 30. Apr.










Eine Premiere. Der Quartierverein Wiedikon geht mit seinem ersten Quartierrätsel an den Start. Mit einer Rätseltour, auf der einem Unerwartetes und Lustiges begegnet, lädt er insbesondere Familien zur Teilnahme ein. Ob wir dieser Herausforderung als zugezogene Wiediker gewachsen sind, wird sich herausstellen.
Und so geht es bei bestem Wetter am Samstagmittag zum Brupbacherplatz, wo der BrupbiMärt in vollem Gange ist. Am Quartiervereinstand begrüssen uns die beiden Hauptorganisatoren Flurin und Jesca, die die Teilnehmer kurz instruieren. Einen Fragebogen, einen Stift und fitte Beine, mehr bedarf es heute nicht für eine erfolgreiche Teilnahme. Ganz besonders motivierend wirkt sich die Aussicht auf einen Apéro am Ziel der Tour aus. Und so starten Jung und Alt in die erste Runde des Quartiervereinsrätsels.
Wie bei jeder guten Navigation hilft erstmal die Orientierung über die Himmelsrichtungen. Und so beginnt das Rätsel mit der Frage nach einer Strasse, die eben nach einer solchen benannt ist. Angekommen bei der Weststrasse 169 sollen wir unser Augenmerk auf die Wandmalereien der Fassade lenken und eine Flagge suchen. Okay, ab jetzt wird klar: Es ist gut, in einer Gruppe unterwegs zu sein. Nicht jeder entdeckt zwischen den schwach abgebildeten, floralen Ornamenten die gesuchte Schweizer Fahne.
Spätestens jetzt werden taktische Überlegungen getätigt. Ist ein Zusammenschluss mit anderen Gruppen zielführend oder setzt man auf professionelle Unterstützung und holt sich den Quartiervereinspräsidenten in sein Team? Meist werden solch gravierende Entscheidungen ja auf ganz überraschende Weise gelöst. So finden die jüngsten Teilnehmer sehr schnell zueinander – man kennt sich ja bereits vom letzten Familienausflug.
Während bei dem nahegelegenen Spielplatz nach der Anzahl Muscheln auf dem Steinmetz- Brunnen gefragt und in der Gertrudstrasse beim gleichnamigen Hotel das Symbol über dem Eingangsbereich gesucht wird, führt die Route weiter zu den bei Kindern wohlbekannten und beliebten Mäuse-Schaufenstern. Nach einer kurzen Verweilpause ist nun ein blaues Objekt gefunden, welches auf vier Pfoten steht und normalerweise nicht auf der Strasse zu finden ist. Zeit für ein erfrischendes Bad bleibt leider nicht. So geht es weiter zu den hübschen, denkmalgeschützten sandgelben und lachsrosa 8 oder 10 identischen (hier weichen die Ergebnisse voneinander ab) Ziergiebelfassaden mit ihren Voluten.
Die nächste Etappe führt uns auf das grosse Schulhausareal Aemtler zu der überdimensionalen Linse. Hier können naturwissenschaftliche Phänomene beobachtet werden, von denen natürlich auch das Quiz wissen will. Auf dem Weg entlang des Friedhofs wird die nächste Aufgabe nun zum Scheidepunkt. Handelt es sich um 39, 40, 45, oder mehr Bäume? Die Situation zwischen den einzelnen Erwachsenen und Kindern droht zu eskalieren. Nur gut, dass die nächste Frage nach dem FCZ die Gemüter wieder etwas beruhigt und bei der Anzahl der Kurven zwischen den Schrebergärten die Sache doch wieder einigermassen klar ist.
Vorbei am Verwaltungssitz der Baugenossenschaft deren Name ebenfalls identisch mit dem Strassennamen ist, drehen wir unsere Runde wieder Richtung Friedhof. Ob es nun 18, 21, oder 23 grüne Kreise auf dem zu passierenden Boden sind, klären wir nachher nochmal mit dem Organisator. Wir biegen in die bei Politikern gut bekannte und wohl prominenteste Strasse des Quartiers. Und auch wenn wir selber immer wieder im Frühling von der weiss-rosa Blütenpracht verzaubert sind, lenkt das Rätsel zu Recht unsere Aufmerksamkeit auf den stillen und dennoch prächtigen Baum, welcher jetzt im Herbst seinen Auftritt haben wird. Wir nehmen uns vor, in einigen Tagen nochmal vorbeizuschauen, um ein paar feine Maroni zu sammeln.
An der nächsten Kreuzung zieht das Eckhaus seine Blicke auf sich. Die gesuchten Buchstaben auf der Ecke W K konnten entdeckt, jedoch nicht abschliessend geklärt werden, wofür diese stehen (Bonusfrage an die aufmerksame Leserschaft). Auch das Hinweisschild zu den Zwiebeltürmchen konnte gefunden werden. Endspurt – noch schnell vorbei an vier Restaurants bis zum feuerspeienden Hund. Dort sieht man schon die ersten vertrauten Gesichter sitzen und freudig winken.
Nach den Glückwünschen zum erfolgreich gemeisterten Rätsel winken nun die wohlverdienten Erfrischungsgetränke und ein Brettchen mit deftigen Zutaten wie Käse, Wurst und Oliven. Freundlich und aufmerksam werden die erschöpften, aber glücklichen Teilnehmer sowie die zufriedenen Organisatoren im Restaurant Beke versorgt. Alle 14 Kinder und 16 Erwachsenen sind sich einig, es war ein tolles Ereignis. Manch einem jungen Teilnehmer rutscht ein «mega» heraus, während die Erwachsenen meinen es sei «herzig gsii». Auch die Organisatoren sind «happy, wenn es die Mitglieder» sind.
Das Vorhaben für die ganze Familie ist geglückt - ein spannendes, kurzweiliges Ereignis, bei dem alle mitmachen können und Wiedikon in einer neuen Art entdeckt wird. In kleiner, feiner Runde lässt man noch die Ereignisse und Eindrücke auf sich wirken und geniesst den frühherbstlichen Sonnentag in lauschiger Atmosphäre. So können wir nur hoffen, dass eine Fortsetzung des Quartierrätsels folgt und sich dieser Event etablieren wird.
Text: Kerstin Junker



